Enttäuschendes Jahresergebnis: Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von CHF 4.95 Mio. ab.
Medienmitteilungen
Enttäuschendes Jahresergebnis: Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust von CHF 4.95 Mio. ab.
Trotz dieser Herausforderungen konnte der SVAR seinen Versorgungsauftrag jederzeit vollumfänglich erfüllen. Gesamthaft wurden im vergangenen Jahr 6’737 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 56’012 ambulante Konsultationen durchgeführt. Gleichzeitig wurden wichtige Schritte in der Weiterentwicklung des Leistungsangebots umgesetzt.
Im PZA entstanden zusätzliche Kapazitäten und eine weitere Differenzierung des Angebots. Mit der Wiederinbetriebnahme des umfassend renovierten Hauses 3 sowie der Eröffnung einer neuen Subakutstation und einer Privatstation erweiterte sich das stationäre Angebot gezielt. Zudem bildet das neue Besucher- und Therapiezentrum einen bedeutenden Entwicklungsschritt. Im Kantonsspital Herisau wurden zudem die Räumlichkeiten der Onkologie erweitert.
Darüber hinaus konnten im Berichtsjahr in zentralen medizinischen Bereichen wichtige Führungspositionen neu besetzt oder verstärkt werden. Gleichzeitig wurde die Rolle des SVAR als Aus- und Weiterbildungsinstitution weiter ausgebaut. Anerkannte Qualitätsstandards wurden zudem durch erfolgreiche Rezertifizierungen bestätigt. Mit Dr. med. Henrik Pfahler konnte zudem eine erfahrene Persönlichkeit gewonnen werden, die die CEO-Position nahtlos per 1. Januar 2026 übernommen hat.
Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bleibt für den SVAR auch im laufenden Jahr und darüber hinaus eine zentrale Aufgabe. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung verfolgen deshalb konsequent Massnahmen zur Effizienzsteigerung, Erlössteigerung und Kostenreduktion.
Das Jahresergebnis erhöht den Handlungsdruck und erfordert klare Weichenstellungen. Der Verwaltungsrat unterstützt deshalb die vom Regierungsrat angestrebte Teilrevision des Spitalverbundgesetzes (SVARG). Mit den vorgesehenen Anpassungen soll der SVAR künftig über mehr unternehmerische Flexibilität verfügen, um auf medizinische, personelle und wirtschaftliche Entwicklungen schneller reagieren zu können. Das revidierte Gesetz würde es dem SVAR zudem ermöglichen, verbindliche Kooperationen mit finanziellen Beteiligungen einzugehen und schafft auch Voraussetzungen, um zukünftig in Verbundlösungen mit anderen Spitälern mitwirken zu können. Ziel bleibt es, die medizinische Grundversorgung am Standort Herisau sowohl in der Akutsomatik wie auch in der Psychiatrie langfristig qualitativ hochstehend und finanziell tragfähig sicherzustellen.
Ausführliche Informationen zum Geschäftsjahr 2025 sind im Geschäfts- und Finanzbericht 2025 unter www.spitalverbund.ch/gb25 aufgeführt.
25. März 2026
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