Kahnbeinbruch (Skaphoidfraktur)
Das Kahnbein ist einer der acht Handwurzelknochen. Ein Kahnbeinbruch kann nach einem Sturz auf die Hand entstehen und ist auf ersten Röntgenaufnahmen auch für den erfahrenen Handchirurg nicht immer sicher zu erkennen. Wegen der besonderen Blutversorgung des Knochens und der Bedeutung dieses Handwurzelknochens ist eine zuverlässige Diagnose und Behandlung wichtig.
Kontakt
Spital Herisau
Sekretariat Orthopädie & Handchirurgie
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9100 Herisau
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ortho@svar.ch
Ursachen
Meist entsteht die Fraktur durch einen Sturz auf das überstreckte Handgelenk. Seltener sind direkte Gewalteinwirkungen oder Sportverletzungen verantwortlich.
Symptome
Typisch sind Schmerzen auf der Daumenseite des Handgelenks, besonders bei Belastung, Abstützen oder Greifen. Schwellung und Bewegungseinschränkung können gering ausgeprägt sein, weshalb die Verletzung manchmal unterschätzt wird und erst nach Jahren diagnostiziert, wenn bereits eine Arthrose im Handgelenk entstanden ist.
Diagnose
Neben der klinischen Untersuchung werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Bei weiterbestehendem Verdacht trotz unauffälligem Röntgen oder zur genaueren Beurteilung der Fraktur können CT oder MRI erforderlich sein.
Behandlung
Stabile Frakturen können abhängig von ihrer Lage konservativ ruhiggestellt werden. Durch eine erhebliche Verbesserung der operativen Möglichkeiten werden allerdings auch zunehmend unverschobene Brüche verschraubt, da eine bis zur 12-wöchige Ruhigstellungszeit von vielen Patienten nicht mehr akzeptiert wird.
Verschobene, instabile oder ungünstig gelegene Frakturen werden häufig mit einer Schraube, selten mit einer Platte, stabilisiert. Ziel ist die sichere, knöcherne Heilung und die Vermeidung einer Pseudarthrose und späteren Handgelenksarthrose.